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Diese Politik macht arbeitsunfähig

Dem beigefügten Diagramm kann man zwanglos entnehmen, dass

  • die Zahl der AU-Tage während der Amtszeit der rot-grünen Koalition um 60 Prozentpunkte, die der AU-Fälle um fast 40 Prozentpunkte gestiegen ist
  • drei "Gesundheitsreformen" zwischen 1998 und 2002 zu einer besonders rasanten Zunahme der Arbeitsunfähigkeit geführt haben
  • die Amtseinführung von Gesundheitsministerin Schmidt zunächst einen stabilisierenden Effekt auf die Arbeitsfähigkeit zu haben schien
  • dieser Effekt aber unter Schwarz-Rot und während der Vorbereitung einer weiteren Reform verschwand und daher als Placebo-Effekt zu werten ist:

Wirklich deprimierend.

Einnahme von Ginkgo nicht hilfreich bei der Demenzvorbeugung

JAMA: Ginkgo biloba for Prevention of Dementia: A Randomized Controlled Trial, November 19, 2008, DeKosky et al. 300 (19): 2253

In this study, G biloba at 120 mg twice a day was not effective in reducing either the overall incidence rate of dementia or AD incidence in elderly individuals with normal cognition or those with MCI.

Ungereimtheiten im BMG

facharzt.de [ KV Bayerns nimmt Daten des Bundesgesundheitsministeriums auseinander ]

Im Kampf um die Deutungshoheit über die Honorarsituation hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) die Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) einmal genau unter die Lupe genommen. Im März hatte das BMG an alle Abgeordneten ein dickes Paket mit Material und Zahlen geschickt. Die KV bescheinigt dem Ministerium jetzt, viele methodische Ungereimtheiten einzusetzen, um zu belegen, dass Ärzte Spitzenverdiener seien.

Insgesamt stammten die vom BMG verwendeten Statistiken aus verschiedensten Quellen und Jahren, so dass sie nicht ohne weiteres im gleichen Kontext verwendbar seien, resümiert die Körperschaft. "Ebenso werden Begrifflichkeiten unterschiedlichster Art eingeführt, wie zum Beispiel Honorarumsätze, Einkommen, Praxisüberschuss, Reinertrag, anfallender Praxisaufwand, Betriebsausgaben, so dass die einzelnen Daten nur bedingt vergleichbar sind. Besonders wichtig: Die Ausführungen des BMG stellen die Situation vor Inkrafttreten der Reform dar, die von deutlich weniger Belastungen insbesondere süddeutscher Ärzte und Fachgruppen gekennzeichnet war.“

Die vollständige Analyse der KVB können Sie hier herunterladen.

(Nicht nur) der Glaube versetzt Berge

Telepolis mnews: Energy Drinks stimulieren das Gehirn

Sportwissenschaftler der University of Birmingham und Biomediziner der Manchester Metropolitan University haben in einer Studie, die im Journal of Physiology erschienen ist, nicht nur gezeigt, dass Energy Drinks tatsächlich die körperliche Leistung verbessern, auch wenn die Flüssigkeit nur in den Mund genommen, aber nicht geschluckt wird. Sie haben auch gezeigt, dass derselbe Effekt durch das weitgehende geschmacklose Kohlenhydratgemisch Maltodextrin verursacht wird. Und sie haben eine interessante Hypothese über die Wirkung, die manche Energy-Drinks-Gläubige vermutlich irritieren dürfte.

Das Geheimnis der Wirkung dürfte sein, so die Wissenschaftler, dass Rezeptoren im Mund die Anwesenheit von Kohlehydraten im Mund direkt an das Gehirn weiter leiten, aber die Inhalte der Drinks die Muskeln nicht mit zusätzlicher Energie versorgen.

Im nächsten Schritt dürfte es ausreichen, ein Kohlenhydratgemisch nur noch zu imaginieren, um damit den gewünschten Effekt zu erzielen.

Möglichkeiten des Gewichtsmanagements in der Behandlung schizophrener Psychosen mit atypischen Antipsychotika

Thieme eJournals - Abstract: Fortschr Neurol Psychiatr 2008; 76: 703-714

Ungeachtet der den atypischen Antipsychotika zugeschriebenen Vorteilen und der besonderen Wirksamkeit von Clozapin bei therapieresistenten und suizidalen Patienten ist das Risiko für eine Gewichtszunahme bei einigen dieser Substanzen deutlich erhöht. Patienten mit Schizophrenie haben eine deutlich reduzierte Lebenserwartung, die auch im Zusammenhang mit einem erhöhten Auftreten kardiovaskulärer Risikofaktoren steht. Es fehlt an in die klinische psychiatrische Versorgung integrierten Praxisleitlinien für das Management kardiovaskulärer Risikofaktoren. Das vor diesem Hintergrund im Consensus Papier der APA/ADA empfohlene Monitoring von mit AAP behandelten Patienten ist in der klinischen Praxis bisher unzureichend etabliert.

Das regelmäßige Monitoring kann dem Patienten Selbstkontrolle und Motivation vermitteln. Der Arzt erhebt durch das Monitoring eine Analyse metabolischer Parameter, die der Verlaufskontrolle von Interventionen und der Identifizierung von Risikopatienten dienen. Insbesondere bei Patienten mit hohem kardiovaskulären Risikoprofil ist die Teilnahme an einem Gewichtsmanagement-Programm bereits aus präventiver Sicht sinnvoll. Ein derartiges spezielles Programm sollte die Elemente einer Ernährungstherapie, Verhaltenstherapie und Bewegungstherapie beinhalten.

Erste kontrollierte Studien ergeben Hinweise auf eine effektive Prävention von Gewichtszunahme und metabolischen Veränderungen bei Anwendung eines derart strukturierten Programms.