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Früher hatten wir es einfach

Da war der Patient nach einer Woche entweder gesund oder tot. Heute ist der typische Patient nach einer Woche weder gesund noch tot. Heute hält die Medizin ein Arsenal von Abwehrwaffen vor. Sie halten uns zwar am Leben, aber machen uns nicht komplett gesund.

Aus einem Thesenpapier von Professor Dr. Walter Krämer, seit 1988 Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik in Dortmund.

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Werden Ärzte zu Zuzahlungsberatern?

Wenn das geplante Arznei-Spargesetz unverändert in Kraft tritt, werden Ärzte für ihre Patienten die Boten schlechter Nachrichten sein:

Viele Arzneien wird es nur mit teils drastischen Zuzahlungen geben.

Stimmt der Bundestag dem Gesetz unverändert zu, dann müßten Patienten bei 55 Prozent aller Verordnungen einer Arznei unter Festbetrag zusätzlich in die Tasche greifen. Bote der Nachricht neuer Zuzahlungen für die Patienten wären die Vertragsärzte. Sie haben die Pflicht (Paragraph 73 Absatz 5 SGB V), Versicherte über Mehrbelastungen zu informieren.

Ärzte müßten dann für jede der 28 000 Arzneien unter Festbetrag wissen, "ob der Festbetrag eingehalten wird und für welche der 260 Kassen Rabattverträge gelten", heißt es im Positionspapier der Kassen.
(schon wieder ein neuer Job...)

Für den Hartmannbund droht durch diese neuen Vorgaben eine "Beschädigung" des Arzt-Patienten-Verhältnisses, GKV-Versicherte würden vom medizinischen Fortschritt abgekoppelt.

Quelle:
Ärztezeitung 12.1.2006

Magazin für Gesundheitswirtschaft

Die Financial Times Deutschland (FTD)  bringt ab März ein neues Magazin zum Thema Gesundheitswirtschaft auf den Markt. In Zukunft wird der Printausgabe der FTD an jedem ersten Mittwoch eines Monats das etwa 20-Seiten-starke "medbiz" beigelegt, das mehr Licht in den Gesundheitsmarkt bringen soll.

Mit über vier Mio. Beschäftigten und einem Anteil von zehn Prozent am deutschen Bruttoinlandsprodukt bietet die Gesundheitsbranche eine durchaus beachtliche Zielgruppe, die von der neuen FTD-Beilage anvisiert wird.

Jede Ausgabe des "medbiz" soll einen inhaltlichen Schwerpunkt bekommen, der von den Themenfeldern IT oder Krankenversicherungen, über Branchenkongresse, bis hin zu Regionen als Gesundheitswirtschaftsstandort reichen kann. Die Beilage richtet sich in erster Linie an Klinikketten, Pharma- und Medizintechnikunternehmen, Banken und Versicherungen, Hochschulen sowie Ärzte und Apotheker. Aber auch der interessierte "Durchschnittsleser" soll bedient werden. 

Neben zwei großen Magazingeschichten wird "medbiz" verschiedene Rubriken wie "Kapital", "Transparenz" oder "Karriere" enthalten. Zudem sollen bekannte Manager und Berater in Form einer Kolumne zu Wort kommen.

Quelle:
Pressetext.de 14.1.2006

Demenz bei Kosten auf Platz 4

Wie die Apotheken Umschau berichtet, kostet die Behandlung von Bluthochdruck die Deutschen unter allen Krankheiten mit mehr als acht Milliarden Euro im Jahr das meiste Geld. Arthosen (Gelenkverschleiß) sind mit 7,2 Milliarden Euro die zweitteuerste Erkrankung. Mit 5,7 Milliarden Euro folgt der Schlaganfall, häufig eine Folgekrankheit des Bluthochdrucks.

Auf Platz vier folgt mit 5,6 Mrd. Euro die Demenz, der Gedächtnisverlust im Alter, gefolgt von Diabetes, Depressionen und Rückenschmerzen.

Quelle:
Pressetext.de 4.1.2006