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Ärzte liefern eigene Vorschläge zur Gesundheitsreform

Die niedergelassenen Ärzte möchten nicht länger für die steigenden Kosten im Gesundheitswesen zur Verantwortung gezogen werden. Deshalb haben die beiden Ärzteverbünde MEDI Deutschland und der Bundesverband der Ärztegenossenschaften (BVÄG) ein gemeinsames Eckpunktepapier auf den Weg gebracht, das Vorschläge für eine Gesundheitsreform enthält. Das Papier wurde auch mit dem Hartmannbund, dem NAV-Virchow-Bund und der Freien Ärzteschaft abgestimmt und wird von ihnen mitgetragen.

Die Eckpunkte werden umgehend an die Gesundheitspolitiker des Bundes und der Länder geschickt.Das Papier umfasst die zehn Eckpunkte Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens, Leistungskatalog der Krankenkassen, Kassenwettbewerb, Verschiebebahnhöfe der gesetzlichen Krankenkassen, Arzneimittelversorgung, ärztliche Versorgung und Vergütung, Sachleistung und Kostenerstattung, Bürokratieabbau und elektronische Gesundheitskarte (e-Card).

Mit ihren Vorschlägen möchten sich die Verbände in den Gestaltungsprozess der bevorstehenden Gesundheitsreform einbringen. Das Eckpunktepapier soll dazu beitragen, die Verantwortlichkeiten zwischen Gesetzgeber, Krankenkassen, Ärzten und Versicherten transparenter zu machen und klar zu definieren. „Nun kann uns die Politik nicht mehr vorwerfen, wir Ärzte würden keine eigenen Vorschläge liefern“, erklärt der Vorsitzende von MEDI Deutschland, Dr. Werner Baumgärtner.

Die Verbände fordern vom Gesetzgeber eine Definition des solidarischen Leistungskatalogs und von den gesetzlichen Krankenkassen die Übernahme der Kosten für die ärztlichen Leistungen. Die Mediziner sollen für die ärztliche Qualität die Verantwortung tragen. „Das aktuelle Szenario sieht so aus: Die Politik scheut sich davor, solidarisch finanzierte Leistungen festzulegen und die gesetzlichen Krankenkassen suggerieren ihren Versicherten, dass sie Anspruch auf jede medizinische Leistung haben. Dabei sind alle Leistungsbereiche budgetiert und wir Ärzte werden zur Rationierung gezwungen und mit Regressen belegt, sobald die Budgets überschritten sind“, erklärt der Vorsitzende des BVÄG, Dr. Klaus Bittmann.

MEDI Deutschland und der BVÄG vertreten gemeinsam bundesweit über 20.000 niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten.

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