Der Wendepunkt e.V., ein Zentrum christlicher Lebenshilfe und Rehabilitation für Menschen mit psychischen Erkrankungen, hat in Velbert-Langenberg ein neues Angebot geschaffen, das Wendepünktchen. Mütter mit psychischen Erkrankungen finden dort gemeinsam mit ihren Kindern für eine Dauer von bis zu eineinhalb Jahren ein Zuhause in einer Therapiegemeinschaft.
Individuell zugeschnittene Angebote helfen Mutter und Kind, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und zu stabilisieren und sich auf ein möglichst eigenverantwortliches, gemeinsames Leben vorzubereiten.
Vielleicht ist unser Mutter-Kind-Haus ein interessantes Angebot für manche Patientinnen im Anschluss an eine Maßnahme in Ihrer Klinik? Wenn ja, dann weisen Sie Mütter doch bitte auf unsere Einrichtung hin.
Weitere Informationen finden Sie im beiliegenden Flyer und auf unserer Homepage unter www.wendepunkt-reha.de.
Mit freundlichen Grüßen
WENDEPUNKT e.V
Dienstag, 7. September 2010
„Wendepünktchen" — Mutter-Kind-Haus für Mütter mit psychischen Erkrankungen und ihre Kinder
Das Demenz Servicezentrum Nordrhein-Westfalen
für die Region Bergisches Land ist eröffnet:
demenz service nrw: Demenz Servicezentrum Nordrhein-Westfalen
Donnerstag, 2. September 2010
Captain Obvious ist ausgewandert
Gesundheitskökonom Wasem findet das von den Krankenversicherern angewandte Verfahren zur Erfassung zu teurer Ärzte unzureichend und bedenklich: es drohe nämlich eine versteckte Rationierung (weil ein Arzt dazu verleitet werden könne, auf eine Behandlung, die er an sich für sinnvoll halte, wegen möglicher finanzieller Konsequenzen zu verzichten).
Schön, Herr Wasem, dass Sie das auch schon bemerken.
Schade, Herr Wasem, dass sich Ihre Ausführungen auf die Schweiz beziehen. Dass wir hier in Deutschland ein ganz ähnliches Verfahren mit ähnlichen Risiken haben, ist Ihnen vermutlich noch gar nicht aufgefallen.
Sonntag, 29. August 2010
Gesundheitspolitische Alignment Charts
Manchmal verliert man die Übersicht im berufspolitischen Minenfeld. Die so genannten alignment charts helfen bei der Orientierung.
Ich möchte dazu einen ersten Entwurf präsentieren:

Wer mitmachen möchte - hier gibt's die Hintergrundinfos.
Donnerstag, 19. August 2010
Ausstellung: Grenzen erleben
Psychische Grenzerlebnisse für Gesunde – so lautet das Motto einer Ausstellung bei proviel am Standort Farbmühle, die Ihnen vom 17.09. bis zum 21.09.2010 ein interaktives Eintauchen in die Erlebniswelten von psychisch Kranken ermöglicht:

Da die Teilnehmerzahl für ein gutes Ausstellungserlebnis begrenzt ist, empfehlen wir eine rechtzeitige online Anmeldung unter: www.proviel.eu
Die ursprünglich von der Caritas in München gemeinsam mit Partnern entwickelte Ausstellung, die auf einmalige Weise die Erfahrungswelt von Menschen mit Psychosen und Depressionen fühlbar macht, ist wie folgt für Sie geöffnet:
Freitag, 17.09.2010 von 15:00 bis 19:00 Uhr
Samstag, 18.09.2010 von 10:00 bis 13:00 Uhr
Montag, 20.09.2010 von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 16:00 Uhr
Dienstag, 21.09.2010 von 10:00 bis 12:00 Uhr
Ihnen, unseren Kunden, Partnern und Unterstützern, möchten wir heute frühzeitig die Möglichkeit zur Anmeldung und damit zum direkten Erleben durch vielfältige sinnliche Wahrnehmung geben.
Im Mittelpunkt unserer aktiven Ausstellung stehen zwei Erlebnisräume, in denen Depressionen und Psychosen durch mechanische, akustische und visuelle Elemente erlebbar gemacht werden. Der Ausstellungsbesuch ermöglicht damit ein besseres Verständnis, welche Einschränkungen mit einer solchen Erkrankung einhergehen. Erkrankungen mit denen wir uns im Rahmen unserer Arbeit intensiv beschäftigen, werden auf diese Art und Weise für Sie als Besucher nachvollziehbar.
Zur Vorbereitung und für Nachgespräche stehen MitarbeiterInnen von proviel immer an Ihrer Seite. Wie tief Sie in die Ausstellung eintauchen möchten, bleibt Ihnen jederzeit selbst überlassen.
Unsere Ausstellung ist auch Bestandteil des Event-Marathons Wuppertal-24-h-live, der in Kürze mit der Kommunikation seiner Veranstaltung beginnt. Gerne informieren wir Sie von daher heute rechtzeitig und freuen uns auf Ihre Anmeldung und Ihren Besuch bei uns in der Farbmühle.
Mit freundlichen Grüßen
proviel GmbH
Donnerstag, 22. Juli 2010
Allmählich wird's kritisch
Nicht nur die Behandlung psychisch Kranker ist gefährdet. Jetzt bricht auch noch die urologische Grundversorgung weg:
Gesundheitswesen: Urologen stellen Hausbesuche ein - Moers - DerWesten
Die Urologen können mit dem, was sie von den Krankenkassen erhalten, ihre Praxen nicht mehr aufrecht erhalten.
So allmählich beginne ich den V!a9ra-SPAM zu schätzen...
Lügen und Betrügen im Gesundheitswesen reloaded
Lauterbach hat sich wohl zum Ziel gesetzt, Misstrauen und Argwohn zur politischen Leitkultur zu erheben ![]()
Betrugsfälle gibt es im Gesundheitswesen zweifellos. Beispielhaft sind zu nennen:
Ein Apotheker fälschte Rezepte, ein Sportverein sammelte Versichertenkarten für einen Arzt ein und finanziert damit seine Trainer, ein Arzt impfte Tote, ein Zahnarzt verkaufte Billigzahnersatz zu Höchstpreisen, ein Versicherter mißbrauchte seine Karte und erschlich sich Medikamente, Pflegedienste setzten Hilfskräfte statt examinierter Kräfte ein, Taxifahrer fälschten Belege, eine Hebamme berechnete nicht erbrachte Leistungen, ein Physiotherapeut fälschte Belege.
Mit konkreten Zahlen konnte schon 2005 niemand dienen. Noch heute vermag das kaum einer zu schätzen.
Nun aber zum Abrechnungsbetrug von Ärzten bei GKV-Patienten, auf den sich in der Diskussion viele stürzen.
Mit genügend krimineller Energie könnte ich beispielsweise irgendwelche EBM-Ziffern zwei, vier, oder acht Mal, statt ein Mal pro Termin eintragen. Merkt erst mal keiner. Außer ich bin so blöd, mein Tageszeitprofil zu überschreiten. Dazu gleich mehr.
Bei der Abrechnung das böse Erwachen: egal, wie oft ich welche Ziffern abrechne, ich kriege immer nur mein RLV ausbezahlt. 48 Euro pro Fall und Quartal. Unabhängig davon, ob ich exakt 48 oder 96, oder (kriminell) 250 Euro abgerechnet habe. Da wird einem das Betrügen schon ganz schön schwer gemacht ![]()
Ausnahme: die genehmigte Psychotherapie. da kriege ich jede abgerechnete Stunde voll bezahlt (rund 86 Euro).
Bevor ich erfolgreich betrügen kann, muss ich an der Kassenärztlichen Vereinigung vorbei. Und die nimmt fast die ganze Fahrbahnbreite ein.
Als erstes kommt die sachlich-rechnerische Berichtigung. Wenn ich inkompatible Ziffern parallel abzurechnen versuche, wirft die KV eine davon automatisch raus (beispielsweise, wenn ich mehr als vier Kriseninterventionen im Quartal abrechnen möchte, oder mehr als zweimal psychiatrische Krankenpflege verordne, oder wenn ich das Porto für die Mahnung wegen der Kassengebühr eintrage und hinterher erfahre, dass der Patient schon zuzahlungsbefreit ist).
Dann kommen die Tages- und Quartalszeitprofile. Wenn ich die mehr als einmal überschreite, komme ich automatisch in den Verdacht der Falschabrechnung (so viel zu den 25 Stunden Psychotherapie pro Tag, die ich - theoretisch - eintragen könnte).
Dann kommt der Fachgruppenvergleich. Liege ich signifikant über dem Fachgruppendurchschnitt der Abrechnungshäufigkeit einzelner Leistungspositionen, erfolgt eine Auffälligkeitsprüfung.
Und schließlich kommt die horizontale Plausibilitätskontrolle: der Vergleich mit meinem eigenen Abrechnungsverhalten in den Vorquartalen.
Sie sehen, dass das System schon ganz gut gegen Missbrauch geschützt ist. Aber das kostet! Hunderte, Tausende von Kontrolleuren sind den ganzen Tag damit beschäftigt. Keine Sorge - die zahle ich selbst, mit meiner Verwaltungsabgabe an die KV (3,5% meines Umsatzes).
Rechnung an die Patienten wäre trotzdem nicht schlecht. Die würden dann nämlich merken, dass nur die Hälfte der tatsächlich geleisteten Arbeit bezahlt wird.
Das Thema gab's übrigens vor exakt einem Jahr schon mal. Und im Juni 2008. 2007 war Pause. 2006 war's dafür schon im Mai.
Typisches Sommerthema?
Mittwoch, 21. Juli 2010
Die Arzthonorare steigen und steigen. Negativ zwar, aber sie steigen.
Ärzte-Honorare seit 2007 kräftig gestiegen | RP ONLINE
Die Honorare für die rund 150 000 Fachärzte und Allgemeinmediziner in Deutschland sind zwischen 2007 und 2009 durchschnittlich um 11,3 Prozent gestiegen. Das teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung mit. Demnach lag das jährliche Durchschnittseinkommen je Arzt 2007 bei 142 000 Euro. In diesem Jahr werde es sich pro Mediziner auf 164 000 Euro erhöhen.
Wenn der Spitzenverband das mitteilt, muss es ja wohl stimmen...
Mein eigener Spitzenverband (also ich) kann diese Zahlen leider nicht bestätigen. 2008 habe ich im Vergleich zu 2007 1% weniger von der KV bekommen. Na ja. 2009 waren es im Vergleich zu 2007 8% weniger. Und das erste Quartal 2010 weist gegenüber dem 1. Quartal 2007 ein Minus von 9% aus. Bei annähernd gleichbleibender Leistungsmenge und auf einem jährlichen Niveau, das signifikant unter den genannten Beträgen liegt:

Honorar im 1. Quartal 2010
Gegen die Abrechnung des 1. Quartals 2010 lege ich heute fristgerecht Widerspruch bei der KVNo ein. Der Widerspruch richtet sich u.a. gegen die folgenden Abrechnungsdetails.
Ich habe insgesamt 732.220 Punkte abgerechnet. Die Gesamtübersicht vor Prüfung weist aber nur 643.470 Punkte aus. Die Differenz ist nicht plausibel.
Die Leistungen wurden in 20.909 Minuten erbracht. Das entspricht auf der Basis von 0,8609 €/min einem kalkulatorischen Arztlohn von 18.000,56 €. Die Differenz zwischen kalkulatorischem Gesamthonorar und kalkulatorischem Arztlohn, die den Kostenanteil der Praxis darstellt, beträgt 14.501,76 €.
Meine Abrechnung ergibt aber nur einen Arztlohn von 18,38 € in der Stunde oder 0,306 € in der Minute. Das sind lediglich 36% des oben angeführten, angemessenen Arztlohns.
Mittwoch, 14. Juli 2010
Untersuchung arbeitsbedingter Ursachen für das Auftreten von depressiven Störungen
Psychische Störungen, besonders Depressionen, führen immer häufiger zu Krankschreibungen. Depressionen beeinträchtigen die Arbeitsfähigkeit und die Lebensqualität massiv. Umgekehrt scheinen bestimmte Arbeitsbedingungen das Depressionsrisiko zu beeinflussen.
Im Ergebnis zeigte sich, dass nur die objektiv bewertete Arbeitsintensität, nicht aber der objektiv bewertete Tätigkeitsspielraum mit dem Auftreten von Depression im Zusammenhang stand. Je höher die objektiv bewertete Arbeitsintensität war, desto häufiger trat Major Depression und Depressivität auf. Damit lassen sich bisherige Befunde zum Zusammenhang von Arbeitsintensität und Depression nicht mit einem methodischen Fehler (common method bias) oder mit einer krankheitsspezifisch veränderten Wahrnehmung der Umwelt und damit auch der Arbeitsmerkmale erklären. Vielmehr belegt die vorliegende Studie, dass sich mit steigender objektiv gegebener Arbeitsintensität sowohl das Risiko für eine Major Depression als auch für Depressivität erhöht.















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